Während Microsoft in diesem Jahr kräftig am neuen Outlook schraubt, fallen die Neuerungen und Änderungen in Teams eher klein aus. Dennoch gibt es immer wieder neue Funktionen, die es wert sind, vorgestellt zu werden. Hier sind einige davon.

Mehr Transparenz durch Teams Kanalkarten

Microsoft führt seit Juli 2024 die neuen Kanalkarten ein, die es Benutzern erleichtern, wichtige Informationen über ihre Kanäle schnell und unkompliziert abzurufen.

Die praktischen Helfer bieten einen schnellen Überblick über:

  • die Kanalbeschreibung
  • den Aktivitätsstatus
  • den Teamnamen
  • die Mitgliedschaftsinformationen

In Zukunft poppt beim Drüberfahren diese Infotafel auf

All diese Informationen werden auf dem Teams-Desktop-Client und im Teams Web-Client angezeigt, indem Sie mit der Maus über Kanalnamen fahren. Außerdem finden Sie hier einen schnellen Zugriff auf alle Einstellungen und Verwaltung zu diesem Kanal.

Der Rollout erfolgt automatisch und soll Ende Juli abgeschlossen sein. Die neue Funktion vereinfacht die Informationsbeschaffung und Verwaltung von Teams-Kanälen erheblich.

Microsoft räumt auf: Teams blendet ungenutzte Kanäle automatisch aus

Unübersichtlichkeit in Teams ist ein bekanntes Thema, das oft auch als Teams- oder Kanal-Wildwuchs bezeichnet wird. Ein Grund dafür ist sicher, dass man inzwischen in jedem Team bis zu 1000 Kanäle anlegen kann. So entstehen in vielen Umgebungen mit der Zeit unzählige kaum oder nicht genutzte Kanäle, für die sich niemand mehr verantwortlich fühlt.

Microsoft führt jetzt einen neuen Mechanismus ein, der automatisch für mehr Übersichtlichkeit sorgt.

Ab Mitte Juli 2024 wird Teams damit beginnen, inaktive Kanäle für Benutzer auszublenden. Die neue Teams-Option identifiziert automatisch ungenutzte Kanäle und blendet diese aus der sichtbaren Kanal-Liste aus. Bisher gibt es von Microsoft keine näheren Informationen darüber, welche Kriterien genau herangezogen werden.

Eine Info-Meldung erklärt, dass inaktive Kanäle unsichtbar geschaltet wurden (Bild: Microsoft)

Zu Anfang wird Teams den Nutzern eine neue Popup-Meldung anzeigen, die über das Ausblenden von nicht mehr aktiven Kanälen informiert. Zur Kontrolle kann der Benutzer die Liste der betroffenen Elemente überprüfen.

Die inaktiven Kanäle können selbstverständlich jederzeit wieder eingeblendet werden, und Benutzer können den automatischen Prozess deaktivieren oder später wieder aktivieren. Das Verhalten der Bereinigungsfunktion kann über die Teams-Einstellungen verwaltet werden. Im Abschnitt Allgemein erscheint neuer Abschnitt mit Schalter und einem Knopf „Jetzt bereinigen“. Ausgeblendete Kanäle verschwinden nicht komplett, sondern lassen sich nachträglich auch wieder sichtbar machen.

In den Teams-Einstellungen können Sie festlegen, dass bereinigt wird oder nicht (Bild: Microsoft)

Microsoft stellt Office-365-Konnektoren für Teams ein

Eine Funktion, die von vielen Unternehmen genutzt wird, ist die Office 365-Konnektoren-Funktion. Damit können etwa Dienste in Microsofts Azure-Cloud, ein RSS-Feed, ein Trello-Board oder ein GitHub-Repository mit MS Teams verbunden werden. Mit selbst entwickelten Webhooks lässt sich beispielsweise eine Verbindung zu einem Monitoring- oder Ticketing-System oder einer CI/CD-Pipeline herstellen.

Nun stellt Microsoft kurzfristig die Microsoft Teams Office 365 Connectors-Funktion ein, und zwar zwischen dem 15. August 2024 und dem 1. Januar 2025. Die Erstellung neuer Konnektoren wird ab dem 15. August 2024 blockiert, und bestehende Konnektoren funktionieren ab dem 1. Oktober 2024 nicht mehr. Unternehmen, die die Konnektoren-Funktion nutzen, wird empfohlen, für ähnliche Funktionen auf das eigene Power-Automate bzw. zur Workflows-App in Teams zu wechseln.

Als Grund für diese Aktion, die vor allem Firmenkunden verärgert, gibt der Konzern diese Erklärung:

„Da wir nach kontinuierlicher Verbesserung streben, stellt die Umstellung auf Power Automate-Workflows unser Engagement für die Bereitstellung skalierbarer, flexibler und sicherer Lösungen dar. Power Automate-Workflows bieten nicht nur erweiterte Funktionen, sondern stellen auch sicher, dass Ihre Integrationen auf einer Plattform basieren, die mit Ihren Geschäftsanforderungen wachsen kann.“

Wenn ein Benutzer mit einem aktiven Office 365-Connector eine Nachricht in Teams postet, wird am Ende der Nachricht eine Warnmeldung über die bevorstehende Einstellung des Connectors eingefügt:

Bild: Microsoft

Wenn Sie mehr über die Einstellung von Microsoft Office 365-Konnektoren und die Migration zu Workflows erfahren wollen, empfehle ich diesen Blogartikel.

Klassisches Microsoft Teams: Deinstallation nur für Windows angehalten

Wie wir alle wissen, wurde das klassische Teams im Frühjahr komplett abgelöst und eingestellt. Microsoft hatte damit begonnen, im Rahmen von Updates das klassische Microsoft Teams für Windows automatisch zu deinstallieren. Diese automatische Deinstallation wird nun aufgrund eines Problems angehalten, das sich auf das Teams-Besprechungs-Add-In in der Microsoft Outlook-Anwendung auswirkt. Dieses Problem kann dazu führen, dass das Microsoft Teams-Besprechungs-Add-In in Outlook aus der Outlook-Anwendung für Windows verschwindet oder zu Fehlern führt, wenn Benutzer versuchen, Teams-Besprechungen zu planen oder daran teilzunehmen.

Wenn dieses Problem bei Ihnen auftritt, besteht eine vorübergehende Problem-Umgehung darin, den Microsoft Teams-Kalender zu verwenden, um Besprechungen zu planen oder daran teilzunehmen. Informationen zum Reparieren von Benutzern, bei denen weiterhin Probleme mit dem Teams-Besprechungs-Add-In in Outlook auftreten, finden Sie unter Teams-Besprechungs-Add-In fehlt in Outlook und im neuen Teams – Microsoft Teams | Microsoft Learn

Die Pause wirkt sich nur auf Kunden aus, die das klassische Teams noch nicht deinstalliert haben.

Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Erstellen einer E-Mail-Signatur aus einer Vorlage
Keine Frage – die meisten Lösungen aus der Office365-Schmiede sind sehr durchdacht und nutzerfreundlich. Aber bei manchen Anwendungen fragt man sich dann doch, wer sich was dabei gedacht hat.
Einer dieser absoluten „Fails“ mit viel Verbesserungspotenzial ist das „Erstellen einer E-Mail-Signatur aus einer Vorlage“ in Outlook. Hier macht Microsoft es dem User unnötig schwer und hinkt unserer Meinung nach den aktuellen Möglichkeiten sehr hinterher. Denn E-Mail-Signaturen müssen immer noch von jedem einzelnen Nutzer kompliziert erstellt, reinkopiert, bearbeitet und abgespeichert werden. Sie können weder unternehmensweit generiert werden noch an zentraler Stelle upgedatet werden, wenn sich etwas ändert. Immer noch muss der Anwender bei der kleinsten Änderung selbst Hand anlegen. Liebes Microsoft-Team: Das muss doch besser gehen!

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