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Microsoft bestätigt: Das klassische Outlook wird bis 2026 ersetzt

Wie mittlerweile bekannt sein sollte, ist Microsoft derzeit dabei, den neuen Outlook-Client, der als neues „Outlook für Windows” bekannt ist, auszurollen und die bisherigen Windows-Apps Mail und Kalender zu ersetzen. Ich hatte im Sommer im Beitrag Das neue Outlook für Windows: Microsoft veröffentlicht die öffentliche Preview – Der Office365 Experte bereits über den neuen Client berichtet. Es handelt sich um eine kostenlose App für Windows-Benutzer, die es ermöglicht, verschiedenen E-Mail-Konten und Kalender einzubinden, sodass sich diese unter der neuen Oberfläche verwalten lassen.

Was aber genau mit der beliebten und weitverbreiteten klassischen Outlook-Version, die im Microsoft 365-Abo bzw. Office-Paket ausgeliefert wird, blieb bislang größtenteils im Unklaren.

Nun stellte Microsoft in einem Video klar, dass auch diese klassische Version in den kommenden Jahren, bis spätestens 2026, eingestellt und durch die neue Outlook-App ersetzt werden.

Zwar wird der Übergang vom klassischen auf das neue Outlook über mehrere Jahre ablaufen, der Aufschrei bei vielen Nutzern und in vielen Unternehmen dürfte derzeit jedoch groß sein.

Denn das neue Outlook ist noch ganz und gar nicht fertig. Viele essenzielle Funktionen fehlen noch, um mit dem klassischen Outlook annähernd mithalten zu können. Derzeit arbeiten die Redmonder mit Hochdruck an der Integration von Drittanbieter-Mailaccounts, einem Offline-Modus, Suchordnern und der Möglichkeit, Dateien in den Formaten PST, OFT, MSG und ICS zu nutzen. Weiterhin sind persönliche Anpassungen und Profile in Planung. Außerdem fehlt die wichtige Funktion der Sortierung von E-Mails nach Kategorien.

Wie ein Kollege jüngst aufklärte, wird die neue Outlook-App auch keine Unterstützung für COM-Add-ins bieten. Lediglich sogenannte Web-Add-ins vollständig unterstützt werden. COM-Add-ins sorgen für die Integration von Drittanwendungen in Outlook.

Umstellung schrittweise und behutsam

Wie in dem oben erwähnten Video zu erfahren ist, erfolgt die Umstellung vom klassischen auf das neue Outlook in mehreren Schritten und sehr behutsam.

Aktuell befindet sich der vollwertige Outlook Desktop-Client in einer sogenannten “Opt-in”-Phase. Das bedeutet, dass sich Nutzer aktiv per “Testen Sie das neue Outlook”-Schaltfläche für die neue Version des Mail-Clients entscheiden und jederzeit zum klassischen Client zurückkehren können.

In wenigen Monaten werde dann die erste “Opt-out”-Phase eingeleitet. Von da an müssen sich Nutzer bei einem Wechsel nicht für, sondern gegen das neue Outlook entscheiden.

Angefangen im Betakanal über den aktuellen Kanal für Microsoft 365 Insider bis hin zu einem Update der produktiven Version soll das neue Outlook für Windows zukünftig standardmäßig installiert werden. Dann wird den Nutzern nur noch angeboten, zur alten Outlook-Version zurückzukehren. Dieser erste, “Opt-out”-Phase soll voraussichtlich bis Ende 2024 dauern. In der Folgezeit wird eine zweite und dritte “Opt-out”-Phase geben, bei der die Umstellung auf den neuen Client immer mehr forciert werden wird. Erst danach sollen Outlook-Nutzer über das Ende der klassischen Office-App informiert werden. Hierfür wird erneut eine Karenzzeit von mindestens einem Jahr eingehalten. Zusammengerechnet wird es dann 2026 sein, bis das klassische Outlook von der neuen Version vollständig ersetzt werden wird.

Microsoft betont aber, dass Verzögerung der Umstellung denkbar sind, sollten die wichtigsten Funktionen des klassischen Outlook nicht schnell genug übernommen werden können oder das Insider-Feedback vorrangig negativ ausfallen. Das ist aktuell so. Geschäftskunden möchte man zudem mehr Zeit einräumen, um ihre Systeme auf den Wechsel vorzubereiten.

 

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